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Das Teufelsmoor erleben

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Moorkommissar Findorff begann um 1750 mit der Kolonisierung des Teufelsmoores. Dazu mußte das Moor entwässert werden. Als erstes wurden Wege befestigt, dann in Gemeinschaftsarbeit Gräben und Kanäle angelegt. Der Hamme-Oste-Kanal gehört zu dem ausgeklügelten Gewässersystem des Jürgen Christian Findorff. Die Gräben waren schiffbar, um den Brenntorf mit den typischen Halb-Hunt-Kähnen transportieren zu können. Ein Hunt entsprach 100 Körben Torf, d.h. ca. 12 Kubikmeter.

Entlang der Wege und Kanäle wurden Dörfer gegründet, die ersten Siedler bekamen ein 12,4 ha großes Grundstück als Eigentum zugeteilt. Es bedeutete Schwerstarbeit für den Moorsiedler, das eigene Land zu kultivieren und Torf zum Lebenserhalt zu stechen und zu verkaufen. Der Brenntorf war in Bremen als Brennmaterial gefragt.

Als die Steinkohle den Torf als Heizmaterial ersetzte, wurde aus dem ehemaligen Moor mehr und mehr landwirtschaftliche Fläche. So kennen wir das Teufelsmoor heute. Wiesen und Felder im Wechsel der Jahreszeiten, Viehhaltung und Naturschutz teilen sich die ehemalige Moorlandschaft. Im Huvenhoopsmoor ist der letzte Moorsee und das letzte Hochmoor unter Naturschutz gestellt, gleich neben einem Torfabbaugebiet. Kraniche nutzen das flache Wasser der renaturierten Torfabbauflächen zur Rast im Herbst und finden Nahrung auf den abgeernteten Maisfeldern.

Im Sommer sind bei Touristen Torfkahnfahrten beliebt, dazu fährt der Moorexpress an den Wochenenden durch das Land von Bremen bis nach Stade.

Auch Worpswede vor den Toren Bremens ist ein beliebtes Ausflugsziel und lockte schon vor mehr als 100 Jahren Künstler ins Moor. Das weite Land mit seinen wunderbaren Lichtstimmungen verzaubert bis heute.

Meine Bilder zeigen das Teufelsmoor so, wie man es heute noch erleben kann.

Neue Sektionen:
Überarbeitete Sektionen: 05.06.2016 "Haut- und Zweiflügler" (Bilder hinzugefügt), 16.06.2016 "Schmetterlinge und Raupen" (Bilder hinzugefügt), 21.06.2016 "Käfer, Wanzen, Spinnentiere" (Bilder hinzugefügt)