Marktplatz Osterholz
Winter im Teufelsmoor
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  • Überschwemmte Wiesen
  • Kraniche im Schnee
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  • Winter an der Hamme
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Das Teufelsmoor – den eersten sien Dot, den tweeten sien Not, den drütten sien Brot.

Viel Zeit ist vergangen, seit Moorkommissar Findorff um 1750 begann, das Teufelsmoor zu kolonisieren. Dazu mußte das Moor entwässert werden. Es wurden Wege befestigt, in Gemeinschaftsarbeit Gräben und Kanäle ausgehoben. Der Hamme-Oste-Kanal gehört zu dem ausgeklügelten Gewässersystem des Jürgen Christian Findorff. Die Gräben waren schiffbar, um den Torf in Halb Hunt Kähnen bis nach Bremen zu transportieren. Ein Hunt entsprach 100 Körben Torf, etwa 12 Kubikmeter.
Entlang der Wege und Kanäle wurden Dörfer gegründet, die ersten Siedler bekamen ein 12,4 ha großes Grundstück als Eigentum zugeteilt. Es bedeutete Schwerstarbeit für den Moorsiedler, das eigene Land zu kultivieren und Torf zum Lebensunterhalt zu stechen. Irgendwann ersetzte die Steinkohle den Torf als Brennmaterial und so wurde aus dem magischen Moor immer mehr landwirtschaftliche Fläche. Wiesen und Felder im Wechsel der Jahreszeiten, dazwischen streng geschützte Moore wie das Hamberger Moor, das Niedersandhauser Moor, das Günnemoor und das Huvenhoopsmoor, das ist das Teufelsmoor heute.
Die Torfkähne auf der Hamme sind Nachbauten. Sie schippern heute Touristen über die Hamme und erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Moorexpress zuckelt im Sommer am Wochenende von Bremen nach Stade und zurück, mit Stop vor dem historischen Heinrich Vogeler Bahnhof in Worpswede.
Mit Sicherheit ist das Teufelsmoor das meistgemalte Moor, denn schon vor über 100 Jahren entdeckten Künstler das Dorf Worpswede am Fuß des Weyerberges. Hier entstanden berühmte Werke der Landschaftmalerei und nicht nur Paula Modersohn Becker ist weltweit bekannt. Die Künstlerkolonie Worpswede ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Natur trifft hier auf Kunst in vielen Museen und Galerien.
Bilder sagen mehr als Worte; ich zeigen das Teufelsmoor und seine Dörfer aus aktueller Sicht. Wer mit offenen Augen durch die Natur streift, wird noch blaue Moorfrösche im Frühling finden und Kraniche auf den abgeernteten Maisfeldern im Herbst. Das Moor ist und bleibt ein bedrohter Lebensraum, das Verschwinden der Artenvielfalt ist allgegenwärtig.

Sektionen bearbeitet: 10.02.2019 Homepage kompl. überarbeitet.